Regionale Wildpflanzensamen für Erosionsschutz und Biodiversität

Die Zielstellung ist die Entwicklung von Samenmischungen, die ein besseres Wasserrückhaltevermögen und damit eine bessere Erosionssicherung und Humusbildung vor dem Hintergrund der erwarteten Klimaveränderungen gewährleisten. Die sich entwickelnde Vegetation soll Nektar- und Pollenquellen für Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen bereitstellen und wird durch ihren Blütenreichtum einen hohen ästhetischen Wert aufweisen. Die Verwendung von regionalem Wildpflanzensaatgut stellt eine optimale Anpassung der ausgewählten Arten an die regionalen Klimabesonderheiten und deren Eignung als Nahrungspflanzen für heimische Tierarten (insbesondere Nützlinge) sicher.

Durch die Auswahl von anspruchslosen, niedrigwüchsigen Kalkmagerrasenarten wird die Wasserkonkurrenz zu den Reben gering gehalten. Entsprechende Untersuchungen zum Wasserstress und zur Vitalität der Reben sowie zum Traubenertrag sind vorgesehen. Auf dem Versuchsstandort Köppelberg (bei Schulpforta) werden in drei Versuchsvarianten (zwei Wildpflanzenmischungen, eine konventionelle Zeilenbegrünung) verschiedene Parameter zur Vegetations- und Bodenentwicklung, sowie zu ausgewählten Tierartengruppen (Schmetterlinge, Wildbienen, Schwebfliegen) regelmäßig erfasst und miteinander verglichen. 

(verantwortlicher Partner: Hochschule Anhalt)